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Spass am Garten
Die Gärtner
Es sind fantasiereiche, erfinderische Menschen, die einfallsreiche Lösungen für ihre Probleme finden. Sie haben Möglichkeiten entdeckt, umwelt bedingte Beschränkungen und Grenzen zu überwinden, und sie haben alle Arten von unkonventionellen Plätzen gefunden, um Nahrung anzubauen; was aber am wichtigsten ist, sie haben scheinbar unwirtliche Plätze in Denkmäler ihrer eigenen Entschlossenheit verwandelt.
Ich habe mich oft gefragt, warum wir alle gärtnern und was das Gärtnern für uns bedeutet; ich glaube, unsere Gründe dafür sind so verschieden wie wir selbst. Für einige von uns bedeutet ein Garten eine Verbindung zu den verstreichenden Jahreszeiten, durch die wir uns des Universums bewußt werden und eine Chance erhalten, unsere Verwandschaft mit lebenden Wesen - Vögeln, Insekten und anderen Kreaturen - auszudrücken, die darin wohnen. Ein Garten appelliert auch an unsere Sinne: er hat Farbe, Form, Textur, Geruch und selbst Geräusche, die beispielsweise zu hören sind, wenn die Blätter im Wind rascheln. Er ist eine Art unbemalter Leinwand, auf der wir die Spuren des eigenen Ich hinterlassen, Für andere bedeutet ein Garten in einer alles andere als idealen Umgebung eine Herausforderung, und sie bekommen das Gefühl, etwas geleistet zu haben.
Bei bei der Gartengestaltung sollten moeglichst viele heimischen Pflanzen angebaut werden, da sie vielen Tieren artengerechte Lebensraeume bieten. In freier Natur wird weder gesaet, geerntet, gejaetet oder geduengt. Dafür sind natuerliche Lebensgemeinschaften stabile Oekosysteme, deren Bewohner sich gegenseitig kontrollieren, fuer ein biologisches Gleichgewicht. Die effektivste Schaedlingsbekaempfung duerfte also die sein, die die Natur praktiziert. Das heißt bei der Gartenplanung und Gartengestaltung: keine Monotonie und Mut zur wilden Ecke, damit die Natuerlichen Schaedlingsbekaempfer einen Unterschlupf haben, wie Igel, Spitzmaeuse ua.
Wein
Obst- und Gemueseanbau zur eigenen Nutzung sind Markenzeichen eines Kleingartens.
Kleinwuechsige Ziergehoelze sind erlaubt, auf Baeume die von Natur aus hoeher als drei Meter werden sollte man verzichten.
Statt Chemiekeule setzen die Kleingaertner auf biologische Schaedlingsbekaempfung – wollen sie das Obst und Gemuese aus dem Garten doch selbst verspeisen. Nach der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln sind Rueckstaende auf dem Erntegut in der Regel unvermeidlich.
Obst und Gemuese sind in Deutschlands Handel zur Haelfte mit Giftrueckstaenden belastet, in fast jedem zehnten Fall werden auch noch die Grenzwerte ueberschritten.
Der Garten ist eine Oase für die Sinne. Hier kann man den Anblick bunter Blumen genießen, dem Zwitschern der Voegel lauschen und mit selbstangebauten Obst und Gemuese den Gaumen verwoehnen.
In der Regel befindet sich eine Gartenhaus auf fast jedem Grundstueck, in der man am Wochenende uebernachten kann, sowie Gartenwerkzeug und Geraete verstaut. Der Garten macht nicht nur Arbeit, sondern ist der optimale Ausgleich zur oft einseitigen Belastung. Kleingaerten haben eine wichtige Funktion als Erholungs- und Naturraum innerhalb der Staedte und sorgen für ein gesuenderes Stadtklima. Kleingaerten sind auch unentbehrliche oekologische Inseln in der Stadt, sie sind Lebensraeume für Voegel und andere Kleintiere wie Igel oder Froesche und andere Tiere.