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Duengung


Ein nährstoffreicher Gartenboden, mit regelmäßig versorgtem organischem Material, benötigt in der Regel keine zusätzliche Düngergaben. Allerdings ist ein ergänzendes Düngen bei schlechten Böden oder zum Ausgleich von Nährstoffmangel notwendig.


Düngung von Stauden
Stauden haben gewöhnlich einen geringen Nährstoffbedarf. Deshalb ist nur zurückhaltend
zu düngen.

Düngung von Ziergehölzen und Hecken
Beet- und Edelrosen erhalten die 1. Düngergabe Ende März/Anfang April mit 25 g/m2 Blaukorn Entec oder 40 g/m2 Hornoska. Nach dem Abblühen des ersten Blütenflors Anfang Juli erfolgt eine 2. Düngergabe mit gleicher Menge.
Alternativ können Rosen Ende März mit 3 l/m2 Kompost und 25 g/m2 Hornmehl gedüngt werden. Zur Nachdüngung Anfang Juli gibt man weitere 25 g/m2 Hornmehl.
Während bei einer Neupflanzung Sträucher nicht schnell genug wachsen können, um einen Sichtschutz zu geben, kann nach mehreren Jahren ein üppiges Wachstum störend sein. Es empfiehlt sich deshalb lediglich in den Anfangsjahren mit geringen Mengen an Kompost (3 l/m2) zu düngen. Unter älteren Sträuchern kann eine dünne Schicht aus angewelktem Rasenschnitt ausgebracht werden. Bei regelmäßiger Anwendung ist keine weitere Stickstoffdüngung notwendig. Vor dem Aufbringen einer Mulchschicht, z. B. aus Rindenmulch, ist es sinnvoll, den Boden durch 50 g/m2 Hornspäne mit Stickstoff anzureichern, weil bei der Zersetzung
des Mulchmaterials dem Boden Stickstoff entzogen wird.

Düngung von Rasen
Ein Garten ohne Rasen ist für viele undenkbar. Er ist Spielplatz, Liegewiese und Mittelpunkt von Gartenfesten. Damit er gesund und strapazierfähig bleibt, ist eine regelmäßige Pflege und eine angemessene Düngung erforderlich.

Verwendung von Langzeitdüngern
Am zweckmäßigsten verwendet man spezielle Langzeitrasendünger. Der Vorteil dieser Dünger liegt in ihrer kontinuierlichen Nährstofffreisetzung über einen Zeitraum von 3 Monaten. Sie enthalten vielfach 20 % N und sind meist fein gekörnt. Dies ermöglicht eine gleichmäßige Verteilung des Düngers.
Bei normalem Gebrauchsrasen gibt man Ende März oder Anfang April eine Düngergabe mit 30 g/m2 Langzeitdünger. Dies fördert ein gesundes und zügiges Wachstum der Gräser und verhindert die Ausbreitung von Moos und Unkräutern. Im Sommer lässt das Wachstum der Gräser in niederschlagsarmen Gebieten stark nach, wenn nicht bewässert wird. Soll der Rasen auch zur Sommerzeit grün und gepflegt aussehen, so sind ab Ende Juni eine weitere Düngung mit maximal 30 g/m2 und regelmäßige Bewässerung notwendig.

Die drei wichtigsten Bodennährstoffe für Gemüse sind Phosphor (P), Stickstoff (N) und Kalium (K). Da Stickstoff laufend aus dem Boden gewaschen wird muss er regelmäßig in Form von organischem Material oder als Mineraldünger gegeben werden.

Die Düngermengen sind den Nährstoffansprüchen und der Wachstumsdauer der einzelnen Gemüsearten anzupassen. Daneben muss allerdings auch die Bodenart berücksichtigt werden. So sollten auf sandigen Böden öfter kleinere Gaben nachgedüngt werden, denn gerade hier wird vor allem der Stickstoff ausgewaschen.

Es empfiehlt sich, die Gesamtdüngermenge in eine Grunddüngung vor der Saat oder der Pflanzung und in 1 - 2 Kopfdüngergaben aufzuteilen. Der Zeitpunkt der Kopfdüngung richtet sich nach dem Entwicklungsstand der Pflanzen.

Dünger gibt es im Handel sowohl in trockener als auch in konzentrierter flüssiger Form. Er kann nicht nur vor der Aussaat oder Pflanzung als Grunddüngung sondern auch zur Wachstumsförderung als Kopfdüngung gegeben werden.

Im Frühling wird einen Monat vor der Aussaat und Pflanzung mit Stickstoff gedüngt weitere Düngergaben können während der Wachstumsperiode verabreicht werden.
Sollte eine zusätzliche Düngung erforderlich sein, dann empfiehlt sich ein langsam wirkender organischer Dünger.

Mineralische Dünger

Mineralische Dünger werden auf der Basis von chemischen Stoffen hergestellt.
Auf dem Fachmarkt wird eine breite Palette von mineralischen Düngemitteln für die verschiedensten Zwecke und Pflanzen angeboten. Diese müssen je nach Produkt unterschiedlich dosiert werden. Die Packungsbeilage gibt darüber Auskunft.

Organische Dünger

Wer sich für einen Biogarten entscheidet, darf ausschliesslich organischen Dünger verwenden.
Natürliche Stoffe wie Pflanzenabfälle und Mist sind Basisstoffe für den organischen Dünger.
Organischer Dünger regt die Mikroorganismen (Lebewesen) im Boden an. Die Pflanzen nehmen die Nahrung also indirekt auf.
Grobe Pflanzenabfälle oder Stallmist werden im Herbst unter die Erde gemischt, damit der Stoff über den Winter zerfallen kann.
Aus verrottetem Stallmist lässt sich zum Beispiel Jauche herstellen. Mit Wasser vermischt entsteht daraus ein Mittel, das den Pflanzen Kraft und Saft verleiht.
Organische Fertigdünger sind im Fachhandel erhältlich.

Wann und wie düngen?

Düngemittel gibt es in Form von Flüssigdünger, Pulver oder Körnern zu kaufen. Flüssigdünger wirkt am schnellsten und empfiehlt sich deshalb besonders für kränkliche oder akut hungrige Pflanzen.
Flüssigdünger wird mit dem Giesswasser verabreicht. Pulver und Körner steckt oder streut man in oder auf die Erde. Über die Anwendung des Produktes gibt die Packungsbeilage Auskunft.
Zur Fruchtbildung nach der Blütezeit benötigt manch eine Pflanze eine Extraportion Kraftfutter.
Während des Hauptwachstums kann man die Pflanzen mit einem speziellen Blattdünger versorgen. Diesen findet man im Fachhandel sowohl in Flüssig- wie auch in Pulverform.

Bodenverbesserung mit Pflanzen

Ringelblume Auch Ringelblumen sind zur Gründüngung geeignet.

Statt brachzuliegen sollte jede freie Fläche im Garten mit Gründüngungspflanzen eingesät werden, oder die Gründüngung wird als fester Bestandteil in die Kulturfolge eingebaut. Der Nutzen ist ähnlich wie beim Mulchen. Außerdem wird der Boden von den Wurzeln durchlockert und mit bestimmten Pflanzen wie Lupinen, Klee und Wicken kann der Boden angereichert werden, da diese mit Hilfe von Wurzelbakterien Luftstickstoff binden.

Da die Gründüngungspflanzen nicht der Ernährung dienen, also nicht geerntet werden, wird dem Boden organische Masse zugeführt. Frostharte Gründüngungspflanzen begrünen den sonst offenen Gartenboden im Winter. Im Herbst nutzen sie Restnährstoffe im Boden, die ansonsten ausgewaschen würden. Im Frühjahr werden sie zwei Wochen vor der beabsichtigten Nutzung flach eingearbeitet. Man kann aber auch die oberen Pflanzenteile abmähen und auf den Kompost geben.

Gründüngung ist also im eigentlichen Sinne keine Düngeform, sondern eine gute Möglichkeit der Bodenverbesserung. So bewirken Pflanzen wie Sonnenblumen, Ölrettich oder Bitterlupinen mit ihren tiefgehenden Wurzeln eine gute Lockerung der unteren Bodenschichten. Einen zusätzlichen Nutzen durch Gründüngungspflanzen als Bienenweide erlangt man, wenn man Blumensamen verwendet. Es eignen sich unter anderem Ringelblumen, Studentenblumen, Borretsch und das Büschelschön (Phacelia). Auf Kreuzblütler wie Kresse, Senf oder Raps sollte man verzichten, da sie Kohl-Krankheiten anziehen.

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