Spaß am Garten - Garten selbstgestalten


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Garten

Blumen und Pflanzen

Ein Garten ganz ohne Schädlinge und Krankheiten bleibt ein frommer Wunsch! Aber Sie können einiges tun, damit diese nicht zum Problem werden. Grundsätzlich gilt: Gesunde und kräftige Pflanzen werden mit Schädlingen und Krankheiten in der Regel alleine fertig. Hauptvoraussetzung dafür ist ein gesunder Boden und vor allem ein nicht überdüngter Boden. Weitere Punkte, die für gesunde Blumen und Pflanzen wichtig sind: Die Standortansprüche der Pflanzen in Blick auf Luft, Licht, Schatten, Trockenheit, Feuchtigkeit und pH-Wert des Bodens müssen erfüllt sein. Die Pflanzen dürfen nicht zu eng gesetzt werden. Wasser muss gut abtrocknen können. Sorgen Sie bei der Gartengestaltung und Gartenplanung für Vielfalt, denn Schädlinge und Krankheiten breiten sich eher dort aus, wo Monokulturen vorherrschen. Mischkultur und die richtigen Nachbarpflanzen sind der beste Schutz im Haus-Garten.

Fleissige Helfer

Heuern Sie freiwillige Helfer für die Gartenarbeit an statt Geld auszugeben für teure Pflanzenschutzmittel. Nicht nur ihr Konto, auch die Natur wird es Ihnen und Ihrem Garten danken. So genannte Nützlinge sind natürliche Gegenspieler von Organismen, die im Garten Schaden anrichten können. Zu den Helfern zählen Marienkäfer und deren Larven, beide vertilgen große Mengen Blattläuse, Florfliegen, zahlreiche Käfer, Schlupfwespen, Spinnentiere und auch Vögel oder Igel. Alles was Sie tun müssen für Ihre Pflanzen im Garten: Gestalten Sie Ihren Garten so, dass sich diese nützlichen Organismen bei Ihnen wohl fühlen. Blüten von heimischen Pflanzen locken Insekten und Vögel an, wilde Ecken bieten Lebensraum für zahlreiche Tiere, unter dem Reisighaufen fühlt sich der Igel wohl. Je mehr Mini-Lebensräume und Vielfalt im Garten, umso komplexer die Lebensgemeinschaft und umso stabiler das gesamte System. Natürlich gehört dazu auch etwas Mut zur Unordnung.


STAUDENBEETE STATT EINHEITSGRÜN

Bei der Staudenwahl sollten Gartenfreunde genau überlegen, welche Pflanze an welchem Platz am besten wirkt. Sogenannte hohe Solitärstauden oder Prachtstauden wie z.B. Rittersporn sollten immer einzeln oder in kleinen Gruppen verwendet werden.

Wer es lieber bunt als grün mag, kann den Rasen auch soweit reduzieren, dass nur noch breite Rasenwege übrig bleiben. Sie führen an vier neu angelegten Staudenbeeten vorbei, die in den Blütenfarben Gelb, Blau und Weiß gehalten sind. In den Beeten wachsen Taglilien, Frauenmantel, Mädchenauge, Kissen-Aster, Pfirsichblättrige Glockenblume, Schnee-Felberich und Prachtkerze.

Akelei Bergenie

Stauden sind Pflanzen, die über viele Jahre im Boden bleiben und frosthart sind - die aber im Gegensatz zu Bäumen und Sträuchern jedes Jahr im Herbst oberirdisch absterben und den Winter nur mit ihrem Wurzelballen in der Erde überleben. Im Frühjahr treiben die Pflanzen wieder aus und können, je nach Art, relativ hoch werden."

JAPANSEGGE RIESENCHINASCHILF

Als Staudenbeet bezeichnet man im Gartenbau ein Beet oder eine Rabatte, die ausschließlich oder überwiegend mit Stauden bepflanzt sind. Unter Stauden versteht man dabei mehrjährige, krautige Pflanzen, deren oberirdische Teile im Herbst ganz oder teilweise absterben. Kennzeichnend für sie ist, dass sie ihre Nährstoff- und Wasserreserven in unterirdischen Speicherorganen einlagern. Streng genommen zählen auch die Zwiebel- und Knollenpflanzen nach diesem Entscheidungskriterium auch zu den Stauden. Gärtnerisch werden diese Geophyten jedoch nicht als Staude behandelt.





In einem Staudenbeet im engeren Sinne werden ausschließlich Stauden gepflegt. In großen Beeten ist es dabei meist das Ziel, ein Beet anzulegen, welches über die gesamte Wachstumsperiode Blüten zeigt. In kleineren Rabatten versucht man, einen Blütenhöhepunkt zu erzielen. Die Standortanforderungen sind sehr unterschiedlich und abhängig davon, welche Art von Stauden gepflegt werden sollen. Typische Staudenpflanzen sind die Glattblatt-Aster, der Rittersporne, Pfingstrosen, Stauden-Phlox. Auch bei einem Steingarten kann es sich um ein Staudenbeet handeln. Dann werden Arten wie Steintäschel, Steinkraut, Blaukissen, Karpaten-Glockenblume und Sempervivum-Arten gepflegt.
Möchte man ein buntes Beet von März bis Oktober, sollte man sich einen kleinen Blütezeitkalender erstellen und gucken, dass man immer etwas Blühendes drin hat.

Es gibt kurzlebige Stauden, die nach zwei, drei Saisons verschwinden (sich dafür aber oft fleißig durch Aussaat verbreiten, so dass man sie nicht wirklich verliert, z.B. Akelei) und Stauden, die am gleichen Standort jahrzehnte-alt werden (und dabei immer schöner, wie bspw. Pfingstrosen). Die meisten Stauden altern und vergreisen früher oder später. Man erkennt das daran, dass die Stauden nicht mehr so üppig blühen wie früher oder auch daran, dass sie mit der Zeit von innen her verkahlen (beispielsweise bei Polsterstauden). Dagegen hilft, sie zu verjüngen, je nachdem durch teilen (oder neu bewurzeln wie z.B. durch Anhäufeln). Zur Teilung einer Staude nimmt man eine Grabegabel, gräbt den Staudenhorst aus und teilt ihn mit der Hand, mit dem Spaten, mit dem Küchenmesser oder mit der Säge (je nachdem was gut geht) in Teilstücke. Die jungen Teilstücke vom Rand kann man dann wieder einpflanzen, alte Pflanzenteile aus der Mitte wirft man weg (Kompost). Mit dieser Technik kann man Stauden immer wieder verjüngen, so dass sie blühfreudig und “jung” bleiben.

Beim Kauf sollte man sich nicht wundern, wenn die angebotenen Stauden in ihren Töpfchen oft mickrig aussehen. Entscheidend ist, ob die Wurzeln gut verzweigt und gesund sind.


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Jetzt ist Saison!

Eine Checkliste zur Planung eines Gemüsegartens

Die Planung

Hier ist eine Checkliste, mit der Sie planen können, was Sie wohin pflanzen, wenn es an der Zeit ist:

Unterteilen Sie als erstes Ihre Pflanzen in Blattgemüse, Wurzelgemüse und blühende/fruchttragende Pflanzen. Als nächstes können Sie ein paar wichti­ge Merkmale notieren.

Stellen Sie fest, welche Bodenbedingungen die einzelnen Pflanzen bevorzu­gen. Wurzelgemüse braucht die krümeligste Erde, weil sich die eßbaren Tei­le im Boden bilden.
Notieren Sie den NPK-Bedarf: Blattgemüse braucht mehr Stickstoff (N), blühende Pflanzen brauchen mehr Phosphor (P), Wurzelgemüse braucht mehr Kalium (K), wenn es gut wachsen soll.

Notieren Sie als nächstes, wieviel Platz die einzelnen Pflanzen benötigen und wie hoch sie werden.

Denken Sie auch daran, ob und gegebenenfalls was für eine Abstützung erforderlich ist.

Die meisten Blatt- und Wurzelgemüse werden nur begrenzt hoch und erge­ben den größten Ertrag auf der kleinsten Fläche. Setzen Sie sie auf die Süd­seite von höherwachsenden Pflanzen.
Pflanzen, die blühen und Frucht tragen, werden im allgemeinen höher und brauchen viel Platz, wenn man sie sich ausbreiten läßt. Wenn man sie an einer vertikalen Abstützung festbindet,
nehmen sie nur einen Bruchteil dieses Platzes ein. Sie bieten außerdem etwas Schatten für Blattpflanzen, wenn die­se ihn benötigen. Pflanzen Sie sie auf die Nordseite des Gartens.

Wenn Sie Pflanzen nach ihrer Erntezeit zusammenstellen, können Sie ein ganzes Kleinbeet gleichzeitig neu bepflanzen. Auberginen und Paprika ha­ben beispielsweise etwa die gleiche Reifezeit
und zeigen ein miteinander ver­trägliches Wuchsverhalten. Sie lassen sich also von Natur aus gut zusammen anpflanzen. Bete, Kohlrabi, Rettiche und Karotten, die die gleichen Bedürf­nisse
haben und etwa 60 Tage nach dem Auspflanzen geerntet werden kön­nen, bilden eine andere Gruppe, die man zusammen pflanzen kann.

Denken Sie bei der Planung an die »Zweimalpflanzen», die in der Vegeta­tionsperiode zweimal gepflanzt und im Frühjahr und Herbst geerntet werden können.

Übersehen Sie auch die nachwachsenden Gemüsearten nicht; diese können für längere Zeit im Garten bleiben, denn wenn Sie einzelne äußere Blätter abschneiden, bilden sich von der Mitte aus neue. Zu dieser Sorte gehören manche Kohlarten, Mangold, Senfkraut und Blattsalat.

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