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Gartenteich

Gartengestaltung mit einem Teich

Sich den Traum vom eigenen Teich bei der Gartenplanung und Gartengestaltung zu erfüllen ist gar nicht schwer. Für den einen ist dabei die Faszination des Wassers entscheidend, für den anderen ist der ökologische Gesichtspunkt von Bedeutung. Und für manche ist der Teich auch einfach nur wichtig, wenn ein mediterraner Garten angelegt werden soll.

Wer die Gartengestaltung mit einem Teich umsetzt, schafft Lebensraum für eine faszinierende Tier- und Pflanzenwelt und ermöglicht es, Natur hautnah zu erleben. Ein naturnaher, schöner Garten mit einem Teich also. Und Platz für einen Teich ist in jedem Garten, unabhängig von der Größe, der bisherigen Gartenplanung und Gartengestaltung. Wie es geht und was zu beachten ist, erfahren Sie hier.
Garten mit einem Teich gestalten: Überlegungen vorab

Am Anfang der Überlegungen bei der Gartengestaltung steht die Frage, welchen Teichtyp Sie bevorzugen. Zur Auswahl stehen Fertigbecken, Folien- und Miniteich, wenn Sie einen Teich in Ihrem Garten gestalten wollen. Sie können aber auch einen Bachlauf anlegen. Der Folienteich ist dabei die am weitesten verbreitete Methode des Teichbaus. Für Ihre Gartenplanung: Mit Teichfolie können Sie die unterschiedlichsten Formen und Größen realisieren. Besonders geeignet ist diese Bauart auch für naturnahe Teichanlagen, die Sie in Ihrem Garten gestalten möchten. Die Arbeit mit Folie ist zwar etwas aufwändiger als beispielsweise ein Fertigbecken anzulegen, dafür können Sie verschiedene Teichzonen und das Ufer natürlicher gestalten. Kleinere Teiche können Sie sogar alleine bauen, nur bei größeren Anlagen ist spätestens beim Verlegen der Folie die eine oder andere zusätzliche helfende Hand bei der Gartenarbeit rund um den Teich nötig.



Tipps und Tricks für den Teichbau im Garten

Beim Teichbau selbst, sollte man schon darauf achten, dass der Teich pflegeleicht angelegt wird. Zu viele Uferpflanzen, die jeden Herbst herunter geschnitten werden müssen oder gar ausgedünnt, können die jährliche Pflege erschweren.

Teich im Garten anlegen: Wählen sie den geeigneten Standort für Ihren Teich aus. Der Teich sollte in den Sommermonaten 5 bis 6 Stunden am Tag von der Sonne beschienen werden. Pralle Sonne heizt das Wasser zu sehr auf und führt zu raschem Algenwachstum. Ein Teich unter einem Baum wird zwar beschattet, hineinfallendes Laub kann aber zu einer Verschmutzung führen.

Vorüberlegungen für die Gartenplanung: Entscheiden Sie sich für das geeignete Material: Fertigbecken oder Teichfolie. Überlegen Sie sich, was Sie mit dem Aushub machen. Besorgen Sie sich bei größeren Teichen ab 12 Quadratmeter Fläche möglichst Helfer oder einen Minibagger zum Ausheben der Grube.

Teich- und Gartenarbeit - bitte daran denken: Bevor der erste Spatenstich zum Folienteich gemacht ist, sollten Sie sich im Fachhandel über die benötigte Teichfolie informiert und eine Bestellung vorbereitet haben (siehe unten). Anmerkung: Wegen der Foliengröße noch nicht bestellen. Legen Sie sich alles benötigte Werkzeug bereit. Suchen Sie sich eine Schönwetterperiode aus, denn bei schönem Wetter lässt sich die Folie besser verarbeiten und die Teichgrube läuft nicht voll.

Tipps und Tricks für den Teichbau: Markieren Sie im Garten den Umriss des geplanten Teichs mit einem Seil oder Gartenschlauch und heben Sie dann die Grube aus. Modellieren Sie den Untergrund. Entfernen Sie aus der Grube alle scharfkantigen Gegenstände und kleiden Sie den Untergrund mit einer Sandschicht und einem Schutzvlies aus. Vermeiden Sie beim Auslegen der Folie Falten und Hohlräume. Ihr Ende im Uferbereich muss nach oben weisen. Nun können Sie Substrat in die Tiefwasserzone füllen und langsam Wasser einlaufen lassen.
Wie lege ich einen Teich im Garten an: Die richtige Folie

PVC-Folien sind frostsicher, reißfest und verrottungsbeständig. Sie enthalten aber geringe Anteile von Weichmachern und Schwermetallen. Polyethylen-Folien sind umweltfreundlicher, aber teurer. Nachteil: sie müssen speziell verschweißt werden. Am teuersten sind Kautschukfolien. Sie enthalten keine Schadstoffe, sind hochelastisch, lange haltbar und kältebruchsicher. Sie können sie auch selber verschweißen. Die Stärke der Folie richtet sich nach dem Untergrund. Je steiniger der Boden, desto stärker und stabiler muss das Material sein. Üblich sind Folien in einer Stärke von 0,5 bis 2 mm. Achtung: Je dicker die Folie ist, desto schwerer lässt sie sich verlegen.
Teich und Garten gestalten: Die Sandmenge berechnen

Mit Sand wird die Teichmulde ausgekleidet und auch das spätere Substrat besteht teilweise aus Sand. Wichtig für Ihre Gartenplanung rund um den Teich: Sie benötigen pro Quadratmeter Teichfläche eine etwa 15-20 cm dicke Sandschicht. Bei einem 24 Quadratmeter großen Teich wären das 24 Quadratmeter x 0,2 m Sand = 4,8 Kubikmeter Sand. Bestellen Sie den Sand erst nach Fertigstellung der Teichmulde! Vorher liegt er unter Umständen nur im Weg herum.
Gartenarbeit für den Teich: Die Grube ausheben

Warten Sie auf eine Schönwetter-Phase, bevor Sie sich im Garten an die Arbeit machen und die Gestaltung des Teichs angehen. Nasse Böden lassen sich nur schwer modellieren und steile Hänge geraten leicht ins rutschen. Die Gartengestaltung rund um den Teich ist Schönwetterarbeit! Wichtig, wenn Sie den Teich im Garten gestalten wollen: Die meisten Teichfolien lassen sich am besten bei Temperaturen um 20° C und Sonnenschein verlegen, ansonsten sind sie eher steif und schwierig zu handhaben. Wichtig für die Gartenarbeit am Teich: Der Aushub ist nicht als Teichgrund geeignet, da er viele Nährstoffe enthält. Ihn abholen lassen kann sehr kostspielig werden, da die Erde zu einer speziellen Sammelstelle gebracht werden muss. Die günstigste Lösung ist es, wenn Sie ihn zur Gartengestaltung des Teichrands oder Hintergrundes einsetzen, beispielsweise in Form eines Erdwalls oder Hügelbeets, oder ihn für einen Bachlauf aufzuschütten. Wichtig für die Gartenarbeit: Auch wenn der Aushub nur kurze Zeit auf dem Rasen gelagert werden soll, ist es ratsam, eine Plastikplane auszulegen, um den Aushub hier zwischenzulagern.

Tipp:
Nur Neupflanzen einsetzen, die keinen sichtbaren Befall oder sichtbare Krankheitszeichen tragen, z.B. Faulstellen an der Wurzel, schorfige Stellen an Seerosen usw.
Pflanzen sollten gut durchwurzelt sein. Zahl der Fische auf die Teichgröße abstimmen. Der Wasserstand sollte immer gleich sein. Regelmäßig reinigen, Fischkot beseitigen. Herbstlaub abfischen. Vorsicht mit Einbringen von Nährstoffen, es kommt zur Algenblüte.

Unterwasserpflanzen einpflanzen, sie verarbeiten die überschüssigen Nährstoffe, die sonst Algenblüte hervorrufen, und spenden Sauerstoff. Man rechnet mit etwa 4 Unterwasserpflanzen je 1.000 Liter.

Bei starker Zersetzung von Pflanzenteilen gibt es viele Faulgase. Diese sind giftig, weniger für Fische geeignet. Bei 80 cm kann man davon ausgehen, dass die Fische darin verbleiben können.

Algen können sich schlagartig ausbreiten durch Zuführung von Nährstoffen, Einspülung von Nährstoffen aus der Umgebung, abgestorbene Pflanzenreste, Futterreste und Fischkot, viel Licht, pH-Werte über 7. Algenbesatz ist bei Beginn normal, weil durch das Wasser Nährsalze zugeführt werden und der Teich dem Sonnenlicht ausgeliefert ist.

Nur mit Regenwasser nachfüllen. Zuviele Nährstoffe kann man abbauen durch Pflanzen, die sie schnell verbrauchen. Seerosen, Seekanne und Laichkraut einbringen, die das Wasser vor Überwärmung schützen. Oder stattdessen um den Mittag herum den Teich beschatten. Herbstlaub abfischen oder mit Netz auffangen, abgestorbene Pflanzenreste entfernen. Hornkraut, Tausendblatt und Wasser-feder/-pest ansiedeln, sie verbrauchen die Nährstoffe und geben Sauerstoff ab. Posthornschnecken(Planobarius corneus) ansiedeln. Alle paar Jahre Bodenmulm entfernen. Pumpe mit Wasserfilter installieren. Mindestwassertiefe 40 - 50 cm, damit sich das Wasser nicht zu sehr aufheizt. Besser ist eine Tiefe von 80 cm wegen der Eisbildung. Das Verhältnis Oberfläche : Inhalt sollte mindestens 250 l/qm sein.

Wichtig ist es, regelmäßig abgestorbene und verblühte Pflanzenteile zu entfernen, die durch die Feuchtigkeit ansonsten bald zu schimmeln beginnen würden. Laub und andere Verunreinigungen auf der Wasseroberfläche sollten ebenso regelmäßig mit einem Kescher entfernt werden. Bei der Wasserreinigung können einige Wasserpflanzen, wie z.B. das Hornkraut, welches reichlich Nährstoffe verbraucht, und verschiedene Wasserbewohner, wie Schnecken, Krebse und Fische behilflich sein. Doch auch hier gilt es zu beachten, dass der Tierbesatz mit der Teichgröße stimmig ist.

Den Teich reinigt man immer im Herbst.

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