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Dekorative Fassaden durch Kletterpflanzen
Wände oder Lauben werden durch Bepflanzungen von Mauersträuchern oder Kletterpflanzen zu einem richtigen Blickfang und ihr Erscheinungsbild wird vervollständigt. Vor dem Kauf und der Bepflanzung sollte man sich aber im Klaren sein, dass einige Pflanzen wie zum beispielsweise Efeu mehrere Jahre bleiben. Doch auch für einjährige Kletterkünstler gilt:
Nur der richtige Standort garantiert gesundes Wachstum.
Unterschieden werden Kletterpflanzen in schlingende, rankende und haftende.
Mit Hilfe von Luftwurzeln oder winzigen aus den Trieben gebildeten Haftscheiben, suchen haftende Kletterpflanzen wie Efeu und wilder Wein ihren Weg nach oben.
Diesen ältesten Schmuckelementen für Wohnarchitektur genügen schon eine Mauer oder Hausfassade für ein aufstrebendes Wachstum, so dass sie in nur wenigen Monaten ihre ganze Hausfassaden bedecken.
Sie sehen nicht nur zu jeder Jahreszeit dekorativ aus, sie verstärken außerdem die Isolierung und wachsen auch prächtig im Schatten.
Man sollte sie aber von Fensterrahmen und Dachrinnen fernhalten, da Dachrinnen durch das Blattwerk sehr leicht verstopfen.
Clematis
Blauregen
Anders als die haftenden Kletterpflanzen brauchen blühende wie Clematis, Blauregen, Trompeten- oder Passionsblumen eine kleine Hilfe in Form von Pergolen, Spalieren oder Rankgittern.
Während die Clematis den Halbschatten liebt, blühen die anderen Pflanzen bei Sonne richtig auf, dabei bieten sie Sichtschutz, eine Augenweide und einen romantischen Rahmen in einem.
Angenehm schattig und lauschig sitzt man unter einer Pergola. Unter wildem Wein kommt schnell eine mediterrane Atmosphäre auf.
Hinreißend sieht auch eine Terrassenüberdachung aus, die von Blauregen übergossen ist. Die zartblauen bis zartlila Blütentrauben wirken durch ihre Grösse und Üppigkeit fast wie Tropenpflanzen und bilden einen zauberhaften Sonnenschutz.
* Die Clematis-Hybriden werden je nach Sorte 2-5 m hoch.Bei den Wildformen gibt es große Unterschiede: sie erreichen je nach Art 2 (C. alpina) bis 12 m (C. vitalba)! Je nach Wuchsstärke lassen sich große und kleine Lauben, Pergolen, Zäune und Wände mit Clematis verschönern, wobei die Hybriden besonders schön wirken, wenn sie nur punktuell eingesetzt werden. Die Wildformen eignen sich dagegen auch gut zur flächigen Begrünung. Ein regelrechtes „Highlight" im Garten entsteht, wenn man eine hellblütige Wildform an einem Gehölz in tiefem Grün (z.B. Eibe, Wacholderarten) hinaufklettern lässt!
Wunderschöne Blickfänge bilden Clematis außerdem mit farblich passenden Kletterrosen. Beide haben ähnliche Standort- und Pflegeansprüche und lassen sich daher gut kombinieren.
Die schwachwachsenden Clematistypen (beim Kauf auf die Wuchshöhe achten) können in einem ausreichend großen Gefäß gut auf Balkon und Terrasse gezogen werden.
Standort und Pflege:
Alle Hybriden und die meisten Wildarten bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Für Standorte im lichten Schatten eignet sich gut die Alpen-Waldrebe (C. alpina), auch die Berg-Waldrebe (C. montana) und die Rosa Anemonen Waldrebe (C. montana var. rubens) wachsen und blühen hier zufriedenstellend.
Der Boden sollte nährstoffreich sein und vor allem durchlässig. Staunässe wird keinesfalls vertragen, der Boden des Pflanzloches sollte mit einer Drainageschicht (z.B. aus Kies) versehen werden.
Die Clematis möchte (wie die Trompetenblume) einen kühlen, vor dem Austrocknen geschützten Fuß. Will man den Wurzelbereich durch kleine Sträucher schützen, pflanzt man die Clematis und ihre Begleiter am besten gleichzeitig, da die Clematis auf nachträgliches Bearbeiten oder Verdichten des Wurzelbereiches oft empfindlich reagiert.
Clematis-Welke:
Es handelt sich um eine durch Pilze hervorgerufene Krankheit, bei der die Leitungsbahnen in der Pflanze durch das Pilzgeflecht „verstopft" werden. Dadurch sterben bis dahin unversehrt erscheinende Triebe innerhalb weniger Tage vollkommen ab. Besonders anfällig sind die großblütigen, im Frühjahr blühenden Hybriden. Als Erste-Hilfe-Maßnahme werden befallene Triebe tief bis in das gesunde Holz zurückgeschnitten. Da die Pilze überwiegend an der übergangstelle zum Boden in die Pflanzen eindringen, muss meist bis unter die Erdoberfläche zurückgeschnitten werden. Bei veredelten Hybridsorten ist es deshalb sehr wichtig, so tief zu pflanzen, dass die Veredelungsstelle mindestens 7-10 cm unter der Erdoberfläche liegt. So sind genug schlafende Augen des Edelreis vorhanden, die nach der radikalen Schnittmaßnahme wieder austreiben.
* Quelle http://www.lwg.bayern.de