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Kompost
Eine Kompostanlage ist die einfachste Methode, organische Garten- und Küchenabfälle zu entsorgen.
Nach etwa 3 bis 4 Monaten haben Sie schon einen Frischkompost, der sich hervorragend zum Mulchen oder zur Herbstdüngung der Gemüsebeete und Obstbäume eignet.
Wichtig für die Gartenplanung: Reifer Kompost benötigt etwa ein Jahr. Er wird durchgesiebt und mit einem Rechen in die oberste Erdschicht eingearbeitet. Auf diese Weise können Sie in den meisten Fällen auf zusätzlichen Dünger für Ihren Sommergarten verzichten. Übrigens: Keine Angst vor unangenehmen Gerüchen in den Gärten. Wenn nichts fault, riecht es nach frischer Walderde. Was beim Kompostieren alles zu beachten ist und wie es genau geht, erfahren Sie hier.
Kompost im Garten planen: Wieviel Platz?
Etwa 3 bis 5 qm Grundfläche sollten Sie bei der Gartenplanung einplanen. Die Höhe beträgt etwa 1 m, damit er bei der Gartenarbeit bequem erreichbar ist. Wenn der Haufen außerdem zu hoch wird, findet im Inneren keine Verrottung mehr statt. Dann setzen Fäulnisprozesse ein und es entstehen Substanzen, die den Pflanzen im Garten schaden können. Wie lege ich einen Kompost im Garten an? Diese Frage ist leicht zu beantworten: Geeignete Behältnisse können Sie leicht aus Holzlatten oder Draht selber bauen. Wichtig ist nur, dass der Kompost gut belüftet und abgedeckt wird, wenn es längere Zeit nicht regnet.
Garten planen:
Der richtige Platz für den Kompost
Ein gepflegter Komposthaufen gehört in alle Gärten. Wichtig ist ein halbschattiger Platz. Idealerweise unter einem Baum oder von Sträuchern umgeben. Sind keine vorhanden, können Sie auch schnell wachsende hohe Sommerblumen oder Stangenbohnen als Schattenspender im Natur-Garten pflanzen.
Wichtig für die Gartenplanung: Wird der Kompost nicht beschattet, so trocknet er aus und der Prozess des Verrottens wird unterbrochen. Zuviel Schatten lässt ihn faulen.
Wie wird ein Komposthaufen aufgesetzt?
Kompost braucht Erdkontakt. Denken Sie daran, wenn Sie den Kompost im Garten anlegen. Nur so können die Hauptakteure, Lebewesen die zur Verrottung beitragen, ungehindert hinein und entstehende Sickerstoffe ablaufen. Als unterste Lage hat sich eine etwa 20 cm starke Schicht aus gröberem Holzschnitt bewährt. Darauf geben Sie die Rohstoffe, die kompostiert werden soll - je vielfältiger die Mischung, umso wertvoller die fertige Komposterde. Gehäckselte Zweige vermischt mit krautigen Abfällen bringen Struktur in den Kompost und sorgen für eine bessere Durchlüftung. Und je besser der Kompost wird, umso eher werden Blumen und Pflanzen es Ihnen danken - und umso leichter wird Ihnen die Gartenarbeit fallen.
Kompost für Haus und Garten:
Das alles darf auf den Kompost
Baumwollstoffe (zerkleinert, angefeuchtet), Eierschalen (trocken), Farn (noch grün, ohne Sporen), Gartenabfälle (angewelkt, auf Samen und Krankheiten achten), Gemüsereste (abgekocht, möglichst fettfrei), Haare (anfeuchten, benötigt Zeit), Hasenstreu, Hecken- und Strauchschnitt (gehäckselt), Heu (feucht), Holzasche (sparsam verwenden), Kaffeesatz (unbedenklich), Küchenabfälle (am besten mit anderen Materialien mischen, abdecken), Laub (nicht zuviel), Rasenschnitt (angewelkt, nicht zuviel auf einmal), Sägemehl (in kleinen Mengen, zerfällt langsam), Teebeutel (Metallklammern entfernen), Kleintierstreu
Tipps und Tricks für den Kompost im Garten
Wichtig bei der Gartenarbeit: Halten Sie den Kompost unkrautfrei. Auf ihm wachsende Pflanzen entziehen wertvolle Nährstoffe und Wasser. Unkräuter streuen auch Samen aus, der später auf die Beete gelangt.
Der perfekte Natur-Garten:
Bitte Kürbis, Zucchini oder Gurken nicht auf den Komposthaufen setzten, sondern an den unteren Rand. Diese Gemüsearten sind Starkzehrer, das heißt, sie entziehen der Komposterde Nährstoffe und Feuchtigkeit.
Gartentipps zum Beginn:
Als "Kompoststarter" bezeichnet man alles, was den Verrottungsprozess in Gang zu bringen vermag. Natürliche Starthilfen sind Substanzen, die für die zersetzenden Bakterien besonders leicht verdaulich sind. Zu ihnen gehören beispielsweise Rasenschnitt, Beinwellblätter, Hühnermist und Brennnesseln.