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Sommer


Gartengestaltung mit duftenden Sommerblumen

Im Sommer sind unter anderem Beete und Stauden zu jäten. Kümmernder Rasen wird gedüngt und ausgebessert. Verblühtes ist zu entfernen, Gehölze sind auszulichten, Stauden aufzubinden. Und bestimmte Gemüsesorten können jetzt ausgepflanzt werden.

Duftende Blumen für den Sommergarten lieben vollsonnige Plätze auf nährstoffreichem Boden. Da viele einjährige Arten nicht frosthart sind, ist jetzt der günstigste Aussaattermin. Wichtig für die Planung und Gestaltung im Garten: Nach etwa 14 Tagen wird die Saat auflaufen, und nach weiteren sechs bis acht Wochen zeigen sich schon die ersten Blüten. Einer der wichtigsten Gartentipps, der immer übersehen wird: Zweijährige Arten werden erst im Juni/Juli in den Sommergarten ausgesät. Im ersten Standjahr bilden sie zunächst nur eine Blattrosette und im zweiten die Blüten. Sommerblumen mit einem besonders angenehmen Duft sind Bartnelken, Levkojen, Goldlack und Löwenmäulchen.

Tipps und Tricks für Duftpflanzen im Garten

Fast alle Sommerblumen sind Sonnenfreunde: Je mehr Sonne, desto intensiver der Duft.

Pflanzen Sie duftende Pflanzen in eher windstillen Ecken, hier kann sich der Duft ungestört entfalten und wird nicht gleich weggeweht.

Mischen Sie nicht zu viele Düfte in einem Beet, sonst riecht es wie in einer Parfümerie und einzelne, zarte Duftnoten gehen unter.

Viele Pflanzen duften zu bestimmten Tageszeiten, je nachdem, auf welchen Bestäuber sie es abgesehen haben. Eher später am Tag duften die Engelstrompeten, Myrten, Oleander, Wunderblumen und Vanilleblumen - ideal, um den wohlverdienten Feierabend auf der eigenen Terrasse zu genießen.

Wie lege ich einen Garten an, der duftet? Ganz einfach: mit Duftpelargonien. Wenn Sie die Blätter streifen, verströmen diese ihren aromatischen Duft. Schon die Aufzählung der verschiedenen Duftnoten der Pelargonien ist betörend: Rose, Aprikose, Zitrus, Lavendel, Muskat, Apfel oder Minze.
Für Ihre Gartengestaltung: Es gibt etwa 100 verschiedene Arten Duftpelargonien und noch mehr Sorten. Da ist sicher für jeden das passende dabei. Es macht großen Spaß, Pelargonien in die Gartenplanung und Gartengestaltung mit einzubeziehen und mit ihnen duftende Oasen zu gestalten. Als Einzelpflanze in Pflanzgefäßen sind sie sehr pflegeleicht und robust, einen sonnigen Platz vorausgesetzt. Stecklinge bewurzeln gut in einem Glas mit Wasser und entwickeln sich eingepflanzt rasch zu einer stattlichen Pflanze.
Garten anlegen - und an die Düfte denken!

Wichtig für die Gartenplanung und Gartengestaltung: Von März bis April duften die Veilchen, Hyazinthen, Primeln und Lerchensporn. Im Mai verströmen Lilien, Flieder, Waldanemonen, Maiglöckchen und Pfingstrosen ihr frisches Odeur. Von Juni bis August verbreiten Rosen, Diptam, Lilien und der Pfeifenstrauch mit seiner Blüte einen wohlriechenden Duft. Es sind allerdings nicht nur die Blüten der Blumen und Pflanzen, die so angenehm riechen, sondern auch die Blätter der vielen Kräuterarten, die ihr würziges Aroma verströmen. Für die Gartenplanung Ihrer eigenen Duftecke: Besonders schön duftende Blüten haben Pfingstrose, Duftveilchen, Geißbart, Levkoje, Nelke, Flammenblume, Sporenblume, Phlox, Kosmee, Mädesüß und Iris. Betörend duftende Blätter haben Duftpelargonie, Indianernessel, Katzenminze, Lavendel, Römische Kamille, Salbei und natürlich Thymian. Wenn Sie nur einige der Blumen pflanzen und bei der Gartengestaltung berücksichtigen, steht einem herrlich duftenden Sommergarten nichts mehr im Weg.

Bewässerung
Am besten zur Abendzeit

Wasser ist unser kostbarstes Gut – besonders im Sommer. Gerade in der heißen Jahreszeit benötigen auch die geliebten Gartenpflanzen viel Wasser. Hobbygärtner gehen dann oft nach dem Motto "viel hilft viel" zuwerke. Das exzessive Sprengen zur Mittagszeit ist aber nicht nur schiere Wasserverschwendung, sondern schadet auch den Pflanzen.

In der Natur kommt niemand mit der Gießkanne oder dem Gartenschlauch. Falsch ist jedoch die Annahme, in einem Naturgarten müsste man deshalb nicht gießen. Ein Garten ist immer eine von Menschen erzwungene Lebensgemeinschaft auf engem Raum und oft auf ungünstigem Boden. Wer nicht das Vertrocknen der Pflanzen in Kauf nehmen will, muss auch seinen Naturgarten gießen. Der Bio-Gärtner kennt aber einige Tricks, mit denen er Wasser spart und die Pflanzen schonend versorgt.

Wenn der Gartenschlauch an die Trinkwasserleitung angeschlossen wird, werden nicht nur Ressourcen verschwendet, es kann auch teuer sein. Wer die Möglichkeit hat, sollte Regenwasser auffangen und damit gießen. Dieses Wasser gibt es kostenlos und es ist auch besser temperiert als Leitungs- oder Brunnenwasser.

Boden und Tageszeit beachten
Besondere Beachtung sollte zunächst der Boden finden. Ist er sandig, hält er wenig Wasser; ist er lehmig, kann es schnell zu Staunässe kommen. Nach und nach kann man die Bodenqualität mit guter Humuserde optimieren. Es schadet überhaupt nicht, wenn die Beete dadurch höher liegen als das Umland. Wenn nach dem Gießen das Wasser pro Stunde acht Millimeter tief eindringt, stimmen Bodendichte und Wassermenge. Durch einfaches Nachgraben kann das kontrolliert werden.

Wenn die Sonne brennt, verbrauchen die Pflanzen viel Wasser. Sie darum auch zu dieser Zeit zu gießen, ist aber grundfalsch. Wenn die kalten Tropfen auf die aufgeheizten Blätter treffen, kommt es zu einem Temperaturschock und die Pflanze nimmt Schaden. Außerdem verdunstet mittags das Wasser bevor es die Wurzeln im Boden erreichen kann. Das Wässern geschieht im Garten am besten zur Abendzeit. Dabei ist das gründliche Gießen direkt im Wurzelbereich der Pflanzen besser als ein großflächiges Beregnen. Da der Boden das Wasser nicht sofort aufnehmen kann, sollte man sich beim Gießen Zeit lassen: Wässern, eine halbe Stunde Pause, dann noch einmal Wässern. Die Erde darf nicht zu nass werden. Verschlammt der Boden beim Gießen, kommt es im Erdreich zu Sauerstoffmangel. Nach dem Gießen sollte der Boden regelmäßig gut aufgelockert werden.

Welche Pflanze hat wie viel Durst?
Wem seine Pflanzen gute Bekannte sind, der sieht ihnen gleich an, wenn sie durstig sind. Junge Keimlinge brauchen eher Wasser als alte mehrjährige Pflanzen mit tiefen Wurzeln. Eine wesentliche Rolle spielt natürlich die Herkunft der Pflanze. Daraus ergeben sich die Standortansprüche. Wichtig ist nicht nur, ob die Pflanze sonnig oder schattig stehen soll, sondern auch, wie viel Wasser sie benötigt oder überhaupt verträgt.

An einzelnen Pflanzen kann man einen Blumentopf in die Erde eingraben. Den füllt man dann in regelmäßigen Abständen einmal voll und lässt das Wasser versickern. Es erreicht direkt die Wurzeln. Die genau bemessene Wassergabe kommt nur der einen Pflanze zugute. Das ist viel effektiver, als das Wasser einfach auf die Erde zu schütten. Nach einiger Zeit lehrt die Erfahrung, wie lange die Pflanze mit dieser Wassergabe auskommt und also den nächsten Schluck benötigt.

Auch Bäume brauchen Wasser; besonders zur Zeit der Blüte und während des Heranreifens der Früchte. Unsere Obstgehölze haben recht flache Wurzeln. Man gießt Bäume nicht am Stamm, sondern im Randbereich der Krone. Dort können die Wurzeln das Wasser am besten aufnehmen.

Immergrüne Pflanzen brauchen selbst im Winter Wasser und manche Winterschäden haben ihre Ursache nicht im Frost, sondern im winterlichen Wassermangel. Einen Gärtner, der in frostfreien, niederschlagsarmen Perioden des Winters mit der Gießkanne unterwegs ist, braucht man also nicht zu belächeln.

Mulch verhindert nicht nur wirksam das Wachstum von unerwünschten Konkurrenzpflanzen, sondern hemmt auch die Verdunstung von Wasser aus dem Boden. Das gemulchte Beet trocknet also nicht so schnell aus, wie das wohlgejätete im rechtwinkligen Hausgarten.

Mit der altmodischen Gießkanne kann man gezielt dort wässern, wo es nötig ist und dabei sehr gut dosieren. Wer Gießkannen nicht schleppen kann oder will, der sollte sich für die Tropfenbewässerung entscheiden. Dabei wird ein Schlauch mit kleinen Löchern direkt an den Pflanzen verlegt. Daraus sprüht, je nach Wasserdruck, ein feiner Strahl oder es quellen einige Tropfen heraus. Das Wasser erreicht die Pflanzen ohne große Verluste.

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