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Sie möchten Ihren Sommergarten noch ein bisschen schöner machen? Auch ein schöner Garten gewinnt mit einem Steingarten als Blickfang. Steingärten bieten Lebensraum für zahlreiche Blumen und Pflanzen, die sich an teilweise extreme Umweltsituationen angepasst haben.
Auch Insekten, Schmetterlinge oder Eidechsen fühlen sich in Steingärten wohl. Aber wie lege ich einen solchen Garten an?
Wie Sie einen Steingarten in Ihre Gartengestaltung einbauen, lesen Sie hier.
Natur-Garten
Für die Gartenplanung: Verwenden Sie für Steingartenanlagen stets natürliche, unbearbeitete Steine. Es darf nicht der Eindruck entstehen, die Anlage sei künstlich angelegt worden. Der Steingarten soll ein Natur-Garten werden. Holen Sie sich die Anregungen für Ihren Garten aus der Natur selber! Jeder Spaziergang bietet dazu Gelegenheit. Steingärten erlauben es, Natur-Pflanzen im Garten zu versammeln, die spezielle Standortansprüche haben. Grob unterscheidet man hier kalkfliehende, kalktolerante und solche Pflanzen, die ein saueres Substrat bevorzugen.
Ihr Sommergarten: Einfach soll er sein und wenig Arbeit machen?
Garten gestalten
Wenn Sie den Garten mit einem Steingarten gestalten wollen, ist ein sonniger Platz am Rand einer Terrasse oder in der Nähe eines Sitzplatzes ideal, bevorzugt Südlage, aber auch Südwest und Südostlagen kommen in Frage. Schattige und halbschattige Bereiche können Sie bei der Gartenplanung und Gartengestaltung ebenfalls zu einem interessanten Steingarten gestalten. Steingärten geben dem Garten eine weitläufige Optik, da in einer solchen Anlage bevorzugt niedrig wachsende Pflanzen gedeihen.
Steingarten und Gartengestaltung: Schritt für Schritt:
1. Befreien Sie die vorgesehen Fläche wurzeltief von jeglichem Aufwuchs. Idealerweise lassen Sie diese eine Saison bei der Gartenarbeit brach liegen und entfernen nachwachsende hartnäckige Wurzelunkräuter wie Zaunwinde, Ackerschachtehalm oder Giersch. Sind alle Unkräuter entfernt, kann mit der Grobmodellierung und Gartengestaltung begonnen werden.
2. Heben Sie den Boden bei der Gartengestaltung etwa 20 cm tief aus. Bei staunassen Böden gehen Sie auf 40 cm Tiefe. Füllen Sie bei der Gartenarbeit eine Mischung aus Erde, Kies oder Sand auf, die den Boden durchlässig macht.
3. Formen Sie mit dem Erdaushub die Anlage und verdichten Sie den Untergrund mit einem Stampfer. Das Aushubmaterial wird vor der Wiederverwendung auf seinen pH-Wert und Stickstoffgehalt getestet.
4. Nun setzen Sie die Steine. Mit einer flachen Schaufel bilden Sie kleine Mulden und flache Vertiefungen, in die größere Steine gesetzt werden. Der Einbau der Steine erfolgt nach dem Prinzip, dass jedes Element bestrebt ist, den stabilsten und energieärmsten Zustand einzunehmen. Als Auflagefläche dient daher immer die größte Oberfläche. Der Stein darf sich bei Belastungen nicht bewegen. Kleine und besonders dekorative Steinbrocken runden die Anlage ab. Die Fugen zwischen den Steinquadern bieten nun Platz für allerlei Pflanzenarten. Manche Kalkgesteine weisen natürliche Vertiefungen auf, in die Sie Blumen pflanzen können.
4. Nun füllen Sie die Zwischenräume mit einer Erdmischung. Steingartenerden sollten locker und wasserdurchlässig sein. Eine Grundmischung setzt sich beispielsweise aus Gartenerde, Kompost und Splitt im Verhältnis 3:2:1 zusammen. Das fertige Substrat sollte einen pH-Wert zwischen 6,5 und 8 aufweisen. Durch Beimischung von Kohlensaurem Kalk kann der pH-Wert kurzfristig erhöht werden.
5. Zum Schluss wird die Erdoberfläche mit einer mineralischen Mulchschicht bedeckt. Sie hält die Bodenfeuchtigkeit und verhindert ein Abspülen der Erde bei Regen. Für kalkliebende Bepflanzungen eignen sich Kalkschottersteine zwischen 2 und 16 mm Korngröße, für Bepflanzungen mit saurem Boden werden quarzhaltige Kiese aufgebracht.
Blumen pflanzen im Steingarten
Grundsätzlich eignen sich für die Bepflanzung eines Steingartens alle langsam wachsenden, niedrigen Polster bildenden Stauden und Zwerggehölze. Bei der Gartengestaltung gilt: Bevorzugt sollten Sie Blumen und Pflanzen der hochalpinen Vegetationsstufe verwenden, die an karge Böden und extreme Witterungsbedingungen angepasst sind. Sie gedeihen in Steingärten aller Art und sorgen für den richtigen Pfiff im Sommergarten.