Spaß am Garten - Garten selbstgestalten


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Tipps

Rasen mähen, Unkraut jäten, Sträucher schneiden, bücken, säen, rupfen, Schädlinge bekämpfen:

Kennen Sie das Gefühl, den Garten am liebsten asphaltieren zu wollen, nur Arbeit und Rückenschmerzen. Machen Sie es sich nicht unnötig schwer!
Sie vertreiben Unkraut, indem Sie Ihren Rasen einmal pro Woche auf 4 bis 5 cm abmähen. Unkräuter mögen das nicht und ziehen sich zurück – der Rasen erholt sich. Durch das regelmäßige Mähen kommen
die Wildkräuter nicht zur Blüte und zum Aussamen.

Geben Sie Rasenschnitt nicht auf den Komposthaufen. Die feinen Teile lassen zu wenig Luft durch und übersäuern Ihren Kompost. Mit trockenem Laub vermischt, können Sie Rasenschnitt dagegen als Mulch unter Ziergehölzen verwenden. Achtung: nur ganz dünn ausstreuen, niemals in dicken feuchten Schichten. Die Gärprozesse beim Verrotten würden den Boden zu sehr auslaugen.

Salat
Die Ernte am Nachmittag oder Abend verringert den Nitratgehalt in den Blättern.

Gurken
Gurken gedeihen besonders gut, wenn der Boden mit Pferdemist vorgedüngt wird.

Paprika
Die Paprikapflanzen benötigen viel Wasser, niedrige Luftfeuchtigkeit im Gewächshaus schafft ein gutes Wachstumsklima und sichert reiche Ernte.

Radieschen
eine Konstante Wasserversorgung verhütet einen scharfen Geschmack.

Zucchini und Kürbis
gedeihen am besten auf dem Komposthaufen.

Kürbisgewächse, also auch Zucchini, Melonen und einige Freilandgurkensorten, haben sowohl männliche als auch weibliche Blüten. Um Früchte anzusetzen, müssen die Blüten bestäubt werden. Zur Übertragung des Blütenstaubes braucht es Insekten, die allerdings bei Regenwetter nicht sehr flugbegeistert sind. Dann sollte mit einem Pinsel nachgeholfen werden.

Bei Fruchtgemüsearten mit zwittrigen Blüten (Tomaten, Paprika, Auberginen) ist die Bestäubung sicherer, da der Pollen die kurze Strecke bis zur Narbe leicht durch Wind oder Erschütterungen zurücklegen kann.

Anders ist das in geschlossenen Gewächshäusern: kein Wind, wenig Insekten. Während Tomaten, Paprika und Auberginen nur regelmäßig einmal geschubst werden müssen, damit der Blütenstaub rieselt, sind Kürbisgewächse auf den Pinsel angewiesen.

Salatfäule
Für Pilz- und Bakterienbefall bei Salat sind oft unzureichende Kulturmaßnahmen verantwortlich. Um gesunden Salat ernten zu können, sollte folgendes beachtet werden:
Einseitige Düngung vermeiden.
Auf frische Stallmistgaben, Jauche, Tauben-, Hühner- oder Schweinedung verzichten: Sie führen häufig zu Verbrennungen mit anschließender Fäulnis.
Der Nährstoffbedarf wird durch gut verrotteten Kompost, vor dem Anbau eingearbeitet, meist abgedeckt.
Die Salatpflanzen verhältnismäßig hoch pflanzen. Setzlinge mit Topfballen kommen nur bis zur Hälfte in den Boden.
Auf kleine Wälle pflanzen und in die Mulden gießen, denn es ist wichtig, daß der Wurzelhals trocken bleibt.

Tomaten
Tomaten sind im Sommer besonders anfällig auf die Pilzkrankheit Braun- oder Krautfäule. Dabei weisen die Blätter graugrüne, später dunkelbraune Flecken auf. Vorbeugend hilft einmal pro Woche Magermilch oder Molke zu spritzen. Magermilch oder Molke werden dabei im Verhältnis 1:1 mit Wasser gut gemischt und auf die Pflanzen gegeben. Die Behandlung sollte am Morgen durchgeführt werden, damit die Blätter schnell abtrocknen.


Schosser verhindern

Einige Gemüsearten - Sellerie, Chinakohl, Kohlrabi, Zwiebeln und Porree - bilden manchmal im Frühsommer und Sommer eine Blüte anstelle der gewünschten Knollen oder Köpfe. Das hängt mit ihrem zweijährigen Entwicklungsrhythmus zusammen: Im ersten Jahr wächst die Pflanze nur vegetativ. Erst durch die Einwirkung von Winterkälte wird die Blütenbildung angeregt, die Pflanze schoßt im zweiten Jahr.

Bei früher Aussaat und wenig Wärme kann diese sogenannte Vernalisation bereits im Jungpflanzenstadium stattfinden, so daß die Gemüse schon im ersten Jahr schossen. Setzt man die Anzuchten über einen bestimmten Zeitraum hinweg vor dem Auspflanzen höheren Temperaturen aus, läßt sich das Schossen verhindern.

Etwas anders liegen die Dinge bei Salat, Fenchel, Rettich und Radieschen. Diese Gemüsearten sind sogenannte Langtagpflanzen. Durch die Einwirkung des Lichtreizes an kurzen Tagen (wie im Frühjahr oder Herbst) entwickelt zum Beispiel der Salat einen Kopf, während durch lange (Sommer-)Tage der Prozeß der Blütenbildung durch den Lichtreiz ausgelöst wird.

Damit Salat und Radieschen auch in den Sommermonaten mit Erfolg angebaut werden können, haben die Züchter spezielle tagneutrale Sorten entwickelt.

Was tun gegen madige Möhren?
Madige Möhren, Rettiche und Radieschen, abgefressene Wurzeln an Kohljungpflanzen - das Werk von Gemüsefliegen. Der moderne Gärtner kann diesen Schädlingen ein Schnippchen schlagen: mit einer Vliesauflage oder, noch besser, einem mehrfach verwendbaren Kulturschutznetz, das man auch im Sommer verwenden kann, wenn es unter dem Vlies zu heiß wird.

Vliese und Netze werden nach der Saat aufgelegt und bleiben bis zur Ernte auf dem Beet. Bei Kohl reichen nach der Pflanzung zwei Wochen Schutz, außer bei den empfindlicheren Kohlrabi- und Blumenkohlsetzlingen. Da darf es gern etwas länger sein.

Um Laubschäden zu verhindern, legt man das Netz nur locker über die Pflanzen oder baut mit Bügeln einen niedrigen Tunnel. Mit dieser Maßnahme hält man auch die Lauchmotte von Zwiebelgewächsen und Blatt- und Wurzelläuse von Salat fern.
Bitte beachten: Auch unter Vlies und Netz wächst Unkraut!

altersschwache Stauden
Wenn Stauden mit der Zeit schwach und krankheitsanfällig werden, sollte man sie mit dem Spaten ausgraben, teilen und wieder neu pflanzen. So werden die Pflanzen verjüngt, sie wachsen in den nächsten Jahren wieder kräftig.

Auf diese Art frischt man folgende Stauden immer wieder auf: Aster, Margerite, Mädchenauge, Feinstrahlaster, Sonnenbraut, Gemswurz, Phlox.

Einige Tipps, um gröbste Fehler in der Gartenpflege zu vermeiden:

Giessen:
Man sollte die Pflanze weder zu stark wässern noch austrocknen lassen. Der Wasserbedarf ist je nach Sorte, Standort, Witterung und Topfmaterial unterschiedlich. Es empfiehlt sich deshalb, den Rat einer Fachperson einzuholen. Giessen hat aber auch mit Gefühl zu tun: Mit der Zeit sollte man den Wasserbedarf der Pflanze abschätzen können.
Düngen:
Der Markt bietet ein breites Spektrum an Düngemitteln an. Es ist deshalb zwingend, die Dosierung auf der Packungsbeilage zu befolgen.
Vermehren:
Die junge Saat benötigt viel Pflege und Aufmerksamkeit. Mindestens einmal pro Tag sollte man nach den Pflänzchen schauen. Sie benötigen wenig, aber regelmässig Wasser.
Schädlinge und Krankheiten:
Wenn Parasiten nicht beachtet und umgehend behandelt werden, stirbt die Pflanze ab. Deshalb empfiehlt sich ein wöchentlicher - oder noch besser täglicher - Rundgang durch den Garten, bei dem man das Grünzeug auf Parasiten kontrolliert.
Schnitt:
Vor dem Schnitt sollte man sich bei einer Fachperson nach Art und Wachstum der Pflanze informieren. Wer nämlich weiss, woher die Pflanze kommt und wie sie wächst, kann ihr mit dem korrekten Schnitt zu optimalem Wachstum verhelfen.
Überwintern:
Nicht winterfeste Pflanzen transportiert man vor dem ersten Frost (Mitte Oktober) in einen wenig geheizten Raum. Die Pflanzen sind auch im Winter auf Licht und Wasser angewiesen.
Umtopfen: Hier gilt es, die richtige Topfgrösse zu finden. Je grösser der Topf, desto grösser das Erd- und Wasservolumen. Bei Überwässerung faulen die Wurzeln ab und die Pflanze stirbt.

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