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wie erhält man Nützlinge
Nistkasten:
Ein geschickter Handwerker wird keine Schwierigkeiten haben, Nistkästen für Vögel aus Holzbrettern herzustellen und in über 2-4m Höhe aufzuhängen.
Nistkästen sollten im Herbst nach jeder Brutsaison gereinigt werden.
Marienkäfer:
es gibt 70 heimische Arten mit unterschiedlichen Farben und Mustern.
Die meisten leben von Blattläusen und fressen ca. 4000 Blattläuse pro Jahr.
Florfliegen:
Die zarten Insekten sind an durchsichtigen, hellgrünen Flügeln zu erkennen
und haben goldfarbene Augen, sie verspeisen Blatt-, Blut- und Schildläuse,
Fliegenlarven und Raupen.
Vögel:
Ein Meisenpärchen trägt während der Brutzeit 30kg Raupen ins Nest.
Das macht deutlich, wie wichtig Nistkästen sind.
Stauden:
Erst im Frühjahr zurückschneiden, da hier viele Nützlinge überwintern. Zudem dienen die Frucht- und Samen-stände als Nahrungsquelle für Vögel
Streu, Mulch:
Auf Staudenbeeten, in Rabatten, unter Hecken sollte vom ende der Vegetation bis zum Beginn des Austriebes im Frühjahr eine bodenabdeckende Schicht belassen werden. Hier können viele Tiere überwintern.
Steinhaufen:
Eidechsen, Spitzmäuse und verschiedene Käfer finden hier Unterschlupf. Die Tiere bevorzugen Steinhaufen, die in der Sonne liegen.
Reisig- und Laubhaufen :
Igel, überwintern hier.
Bündel von Bambus,Schilf,Lochziegel. Werden an geschützten Stellen aufgestellt und dienen mit ihren unterschiedlich weiten Löchern als Überwinterungs-Hotel.
Schädlinge
Dickmaulrüßler loswerden
Der schwarze, nachtaktive Käfer frisst vom Blattrand her und verunstaltet die Pflanze. Er legt seine Larven in die Erde, so dass die Jungen die Wurzel zerstören. Im Schein der Taschenlampe läßt er sich leicht absammeln.
Die wesentlich schädlicheren Larven im Boden kann man erfolgreich mit speziellen Nematoden (Fadenwürmern) bekämpfen. Sie sind im Fachhandel erhältlich und benötigen einen feuchten, mindestens 12 Grad warmen Boden.
Was hilft gegen Drahtwürmer?
Drahtwürmer, die etwa zwei Zentimeter langen orangefarbenen, drahtharten Larven der als Mulmfresser harmlosen Schnellkäfer, fressen an Wurzeln, Knollen und Zwiebeln von Gemüse- oder Zierpflanzen. Sie werden wegen ihrer langen Entwicklungzeit nach Rasenumbruch über mehrere Jahre schädlich.
Auf befallenen Flächen drückt man im zeitigen Frühjahr alle 50 Zentimeter längs und quer geviertelte "alte" Kartoffeln als Köder in die oberste Bodenschicht, die von den Drahtwürmern aufgesucht werden und einen Monat später beim Pflanzen von Gemüse oder Zierpflanzen wieder entfernt und via Müll beseitigt werden können.
Weißen Fliege.
Weiße Fliegen werden immer mit Zierpflanzen verschleppt, da bei uns nur je eine Art von Mottenschildläusen an Rhododendren oder an Kohlarten im Freien überwintern kann. Jeder Befall an Fuchsien, Daturen oder Fleißigen Lieschen auf der Terrasse oder im Garten geht deshalb immer vom Blumenfenster oder vom Gewächshaus aus.
Auf gelben Klebfallen kann man die Schädlinge fangen, noch ehe sie sich fortgepflanzt haben. Jede Mottenlaus legt ca. 500 Eier, aus denen 0,1 Millimeter langovale Larven schlüpfen. Spätere Larvenstadien setzen sich nach Schildlausart fest.
Der Schaden von Weißen Fliegen besteht aus unzähligen Saugstellen auf den Blättern, so daß diese eintrocknen und absterben. Auch gegen diese Saftsauger helfen Ölmittel und Blattglanz-Sprays. Unter Glas und im Wintergarten hat sich die biologische Bekämpfung mit käuflichen Zehrwespen seit Jahren eingeführt und bewährt.
Schnecken:
Sie fressen Löcher in Blätter und können über Nacht ganze Pflanzen vernichten.
Bei beginn der Dämmerung absammeln, wer sich davor ekelt die glitschigen Tiere anzufassen, sollte eine Holzklammer benutzen.
Grasmilben:
Grasmilben ernähren sich vom Saft verschiedener Gräser, die durch das Besaugen unzählige nadelstichartige helle Punkte bekommen. Aber auch eine Vielzahl breitblättriger Pflanzen wird besogen. In jedem Fall leben diese winzigen Spinnentiere nur von Pflanzensäften.
Blattläuse:
Sie saugen den Pflanzensaft, so dass die Triebe und jungen Blätter verkrüppeln. Blattläuse hinterlassen einen klebrigen Belag, auf dem sich Pilze ansiedeln können.
Vorbeugung:
Die beste Vorbeugung ist das Ansiedeln von nützlichen "Gegenspielern" wie Marienkäfern, Ohrwürmern, Schwebfliegen, Florfliegen und Schlupfwespen. Trockene Luft vermeiden - Luftfeuchtigkeit anstreben (im Wintergarten bzw. Glashaus)!
Chemische Bekämpfung: Durch Fungizide: sie dringen in das Blatt und werden von den Schädlingen durch den Pflanzensaft aufgenommen. ( Für den heimischen Garten in Ausnahmefällen )
Hausmittel:
Abspritzen mit einem scharfen Wasserstrahl. Die abgefallenen Insekten finden nicht mehr zurück und werden Beute der Nützlinge.
Spritzungen mit Brennnesseljauche: (Brennnessel 24 Stunden in Wasser einweichen - das eingelagerte Silizium macht die Blätter der Pflanzen hart und erschwert den Schädlingen das Zustechen)
Spritzungen mit Brühe: hierbei muss man die dazugehörigen Kräuter 24 Stunden einweichen, danach aufkochen und ca. 20 Minuten sieden lassen. Brühe kann man aus Rhabarberblättern herstellen.
Begiessen mit Nikotinsud (Zigarettenkippen einweichen, ein paar Tage stehen lassen) oder Schmierseifenlösung (1 Teelöffel Brennspiritus, 1 Teelöffel Schmierseife, 1 ltr. Wasser).
Besprühen mit Rapsöl ! Gelbsticker gegen fliegende Blattläuse !
Vorsicht Nikotinsud ist ein Nervengift.
Raupen:
Raupen können innert kurzer Zeit ganze Pflanzen kahl fressen.
Spinnmilben: Sie saugen den Saft der Pflanze, so dass die Blätter fleckig werden, vergilben oder sich rollen.
Schildläuse: Typische Symptome sind Verkrüppelungen, vergilbende Blätter sowie ein klebriger Honigtau auf den Blattunterseiten, auf dem sich Pilze ansiedeln können.
Spanische Wegschnecke: Die äußerst gefräßigen Nacktschnecken treten in großer Vielzahl auf und fressen innerhalb kürzester Zeit ganze Beete kahl.
Abhilfe: Absammeln und vernichten, am besten einmal morgens und einmal abends".
Ohrwürmer: Sie zerstören junge Blüten und fressen Löcher in Pflanzen. Da sie aber bei der Blattlausbekämpfung eine wichtige Rolle spielen, sollte man sie im Garten dulden.
Wollläuse: Sie saugen am Saft der Pflanzen. Zu erkennen sind sie an watteartigen Ablagerungen an Blättern und Stielen.